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Home > Projekte > Projekt Life Essence Meat > Im Fokus: Tierexperimente
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Projekt Life Essence Meat


Damit Testverfahren ohne Tierversuche alltäglich werden.


Jährlich werden schätzungsweise 100 Millionen Tiere weltweit für Tierversuche verwendet.
Der Grossteil dieser Tiere wird extra für Forschungszwecke gezüchtet. Sterben die Tiere nicht schon während den Experimenten, werden sie spätestens nach den Eingriffen getötet.

Jedes Jahr veröffentlicht das Bundesamt für Veterinärwesen (www.bvet.admin.ch) eine Tierversuchsstatistik. Nachdem die Anzahl der Tierversuche in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts kontinuierlich angestiegen ist, wurde im Jahr 2011 hoffentlich die Trendwende erreicht: Die Zahl der Tierversuche ist von 761‘675 im Jahr 2010 auf 662‘128 im Jahr 2011 gesunken, was einer deutlichen Abnahme von 13.1% entspricht. Das sind allerdings noch immer 1‘800 Tierversuche zu viel pro Tag.

Diese Statistik zählt jedoch nicht alle für Versuche gebrauchten oder im Zusammenhang mit Tierversuchen verstorbenen Tiere auf. In der Gentechnik gibt es viele Tiere, die gezüchtet und getötet werden, um letztendlich den erstrebten Gendefekt umfassend dokumentieren zu können. Nicht gezählt sind auch die bereits bei der Zucht, Haltung oder auf dem Transport verstorbenen Tiere.

Tiere sind Lebewesen, die wie wir Menschen physischen und psychischen Schmerz empfinden. Sie nehmen Gefühle wie Angst, Stress oder Liebe wahr. Bei Tierversuchen werden die Tiere enorm gestresst und sie erleiden je nach Schweregrad der Experimente immense Schmerzen. Versuche mit dem höchsten Schweregrad 3 verursachen nebst grossen Schmerzen auch andauerndes Leiden oder schwere Schäden und anhaltende Angst oder permanente Beeinträchtigung des Wohlbefindens. 2011 litten in der Schweiz knapp 14‘000 Tiere unter Experimenten mit Schweregrad 3 (BVET Tierversuchsstatistik 2011). Zum Beispiel werden krebskranke Tiere ohne Schmerzmittel bis zu ihrem Tod gehalten.

Lassen sich Resultate aus Tierversuchen überhaupt auf den Menschen übertragen?

Resultate aus Tierversuchen sind nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, weil sich Tiere in ihrem artspezifischen Verhalten, biologisch und körperlich vom Menschen unterscheiden. Es ist im Gegenteil sehr wahrscheinlich, dass ein Mensch auf ein Medikament, das durch Tierversuche getestet wurde, ganz anders reagiert als ein Tier. Die Resultate klinischer Tests an jungen Personen sind meistens auch nicht auf ältere Personen oder zum Beispiel Personen des anderen Geschlechts übertragbar. Viele menschliche Krankheiten existieren gar nicht in der Tierwelt und müssen für die Versuche im Labor künstlich bei den Tieren ausgelöst werden, was die Aussagekraft der Ergebnisse aus Tierversuchen schon von vorneherein relativiert. Ergebnisse aus Tierversuchen können ausserdem durch den Stress und die Angst, die den Kreislauf der Versuchstiere beeinflussen, bedeutend verfälscht werden. Nur ein einstelliger Prozentsatz der am Tier erfolgreich getesteten Medikamente wird nach der klinischen Prüfung am Menschen für den Markt zugelassen, da der Grossteil der getesteten Medikamente keine oder schädliche Wirkungen auf den Menschen hat. Von den zugelassenen Medikamenten werden später rund 20% wieder vom Markt zurückgezogen oder mit Warnungen versehen, weil die Risiken für den Menschen zu hoch sind (Bitz Silke, 9. November 2010, Tierversuche – zum Wohle des Menschen?, publiziert auf www.datenbank-tierversuche.de)

Tierversuche, die in der Schweiz durchgeführt werden, müssen den kantonalen Behörden gemeldet oder von ihnen bewilligt werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind nur 25% der landesweiten Tierexperimente. Für diese Versuche werden hauptsächlich Mäuse und Ratten verwendet. Tierversuche werden in verschiedenen Gebieten durchgeführt: In der medizinischen und pharmakologischen Forschung, in der Psychologie und der Psychiatrie, in der chemischen und der kosmetischen Industrie, in der Entwicklung von Waffensystemen, in der Ernährungsforschung, in der Umweltforschung und in der Grundlagenforschung. Man quält Tiere, um die Giftklasse eines Produkts zu testen oder als Absicherung gegen Schadenersatzforderungen bei der Benutzung von Medikamenten: Werden bei der Entwicklung eines neuen Medikaments viele Tierversuche gemacht, schützt das Gesetz die Herstellerfirma besser vor Regress.

Life Essence Projects ist sich bewusst, dass die Erforschung und die Produktion von In-Vitro-Fleisch keinen direkten Beitrag zur Verhinderung von Tierexperimenten darstellt. Gleichwohl gibt es Parallelen, denn die In-Vitro-Forschung gewinnt auch bei der Suche nach tierversuchsfreien Testverfahren eine immer grössere Bedeutung.

Das Bestreben, dass mit In-Vitro-Fleisch eines Tages eine qualitativ gleichwertige Alternative zur Verfügung stehen wird, die das Essen getöteter Tiere unnötig macht, vermag deshalb vielleicht auch die Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber dem sinnlosen Quälen und Töten von Tieren zu Forschungszwecken zu verringern und die Suche nach Alternativen auch in diesem Bereich zu beschleunigen.


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